Der ADFV-Gotha führt am 27.08.2011 eine Radtour zur Ohratalsperre durch. Die ca. 65 km lange Tour beginnt um 09:00 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Gotha. Die Fahrt führt über Uelleben, Emleben, Petriroda, Hohenkirchen, Herrenhof bis Luisenthal zum Rundwanderweg um die Talsperre.
Umsetzung von geplanten Baumaßnahmen aus dem Jahr 2010
Anfang Februar d. J. wurde uns wiederholt vom Tiefbauamt zugesichert, dass die im Vermögenshaushalt befindlichen Haushaltsmittel aus 2010 in Höhe von 20.000 € zur Ertüchtigung des Radwegenetzes in diesem Frühjahr endgültig umgesetzt werden.
Dazu gehören u. a.:
Instandsetzung des gemeinsamen Geh- und Radweges auf der Westseite der Friedrichstraße einschließlich Markierung mit Fahrradsymbol
Wegeinstandhaltung nördlich der Parkallee im Bereich Marstall
Das Absenken der Bordanlagen im Einmündungsbereich Lindenauallee/Parkallee (ist erfolgt !!)
Bordabsenkung im Bereich Busbahnhof/Friemarer Str.
Weitere geplante Maßnahmen:
Installation von 70 Fahrradanlehnbügeln im innerstädtischen Bereich zum Parken und sicheren Abschließen von Fahrrädern.
begleitete uns beim Politikerrradeln am 08. September 2010. Mit dabei waren Vertreter der SPD (Oberbürgermeister Kreuch sagte kurzfristig ab, aber er schickte seine Mitarbeiterin Frau Mikolajczak) der Freien Wähler, der Grünen und die Amtsleiter von Tiefbauamt und Stadtplanungsamt.
Auf, für Gothaer Verhältnisse, gut fahrbaren Wegen wurde die Innenstadt umrundet. Dabei erläuterten wir unsere Vorstellungen zur Radwegegestaltung, die wir in der Stadt als Unterstützung zur Umsetzung des Radwegekonzeptes zugearbeitet hatten. Herr Rüffer vom Tiefbauamt informierte über die Pläne für die Rad/Fußwege entlang der Friedrichstraße und der Parkallee. Es sind Ausbesserungen des Belages und einzelner Bordsteinabsenkungen geplant. Eine wirksame Kennzeichnung des kreuzenden Radverkehrs für die Autofahrer ist bisher nicht vorgesehen.
Hier gibt man sich mit den in der Praxis nicht wahrgenommenen und teilweise erst hinter den Absenkungen angebrachten Verkehrsschildern zufrieden und nimmt auch die regelmäßige Sperrung durch wartende Autos in Kauf.
Etwas moderner ist die Sanierung der 18.-März-Straße gelungen: hier wurden seitliche Radfahrstreifen eingerichtet, der Radverkehr wird also auf die Straße geführt. Der Streifen setzt jedoch im Bereich der Kreuzung Waltershäuser Straße zu Gunsten einer Linksabbiegespur aus. Diese aus unserer Sicht inkonsequente Lösung wird von der Stadtverwaltung nicht in Frage gestellt. Dem reibungslosen Ablauf des motorisierten Verkehrs wird der Vorrang gegeben.
In den letzten Monaten hat die neu zusammengekommene ADFC-Regionalgruppe Gotha erst Kontakte mit der Stadtverwaltung aufgebaut. Wir hatten Gelegenheit, Empfehlungen für die künftige Radverkehrsgestaltung abzugeben (z. B. Prioritätenliste für das beschlossene Radwegekonzept, Empfehlungen für die Aufstellung von Radabstellanlagen). Der Radverkehr wird wahrgenommen, ein modernes Konzept von Stadtmobilität hat aber nur wenige Unterstützer, sobald eine Einschränkung der automobilen Freiheiten zu befürchten ist.
Um eine Gleichberechtigung des Radverkehrs gegenüber anderen Verkehrsmitteln in der Innenstadt anzustreben, wurden die Vertreter der Stadtverwaltung unsererseits abschließend darauf hingewiesen, mit fahrradfreundlichen Thüringer Kommunen in Kontakt zu treten und Erfahrungen auszutauschen (z. B. Weimar, Arnstadt, Ilmenau).
Es sind keine 100, aber doch fast 10 Jahre vergangen, seit der ADFC-Kreisverband Gotha mangels Aktivität seine Arbeit einstellte und im Erfurter Kreisverband aufging.
Eine vergleichbare Ruhezeit hat auch ein vom Planungsbüro Dathe angefertigtes Radwegekonzept für Gotha. Diese seiner Zeit von der Stadt in Auftrag gegebene Studie beschreibt ein Wegenetz für Radfahrer durch die Stadt und einen touristischen Rundwanderweg. Das Konzept enthält auch detaillierte Angaben zu den erforderlichen Baumaßnahmen und den zu kalkulierenden Kosten. Die Umsetzung kann schrittweise erfolgen, so dass die Situation für Radfahrer parallel zu städtebaulichen Arbeiten verbessert wird.
Darüber informierte am 4.1.2010 Herr Wohlfahrth von der Freien Wählergemeinschaft auf einem von ADFC-Mitgliedern aus Gotha initiierten Treffen. Warum sind die einstigen guten Ansätze für ein Fahrrad-freundliches Gotha in der Stadt nicht spürbar? An neu gebauten Straßen lässt es sich erkennen: häufig spielte der Radverkehr bei der Bauplanung keine Rolle, in den wenigen anderen Fällen verhinderte die Bauausführung eine zeitgemäße Einbindung des Radverkehrs. Die Interessenvertretung der Radfahrer ist in der Verwaltung und in der Öffentlichkeit zu schwach.
Wir wollen einen neuen Anlauf wagen! Dazu wird Kontakt zur Stadtverwaltung aufgenommen mit dem Ziel der kontinuierlichen Mitsprache bei städtebaulichen Projekten. Das in der Schublade ruhende Radfahrkonzept für Gotha werden wir in den nächsten Wochen kennen lernen und bei entsprechender Aktualität als Basis für unsere Ansprüche bei der Stadtplanung machen. Rückenwind erwarten wir von den aktuellen Themen Klimaschutz, Lokale Agenda 21 und den gegenwärtigen Aktivitäten für den Tourismus.
Künftig findet jeden 1.Montag im Monat im Versammlungsraum des Lucas-Cranach-Hauses am Hauptmarkt das Treffen der Regionalgruppe Gotha statt, offen für alle Radfahr-Sympathisanten.